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Verkaufen lernen: 7 Skills, die jede Plattform überleben

7. Okt.
7 Min. Lesezeit

Verkaufen lernen: 7 Skills, die jede Plattform überleben

Kurz gesagt: Plattformen, Tools und Strategien haben ein Ablaufdatum. Verkaufsskills nicht. Wer Menschen versteht, Aufmerksamkeit hält und Entscheidungen klar macht, verkauft auf Instagram, auf TikTok, per Newsletter oder zur Not per Brieftaube. Die sieben Skills dafür kannst du lernen. Wie Fahrradfahren.

Wir müssen reden.


Du lernst da draußen Instagram. Wie man Reels macht. Krasse Hooks schreibt. Funnel baut. Ads schaltet. Launcht. Erst ist es das Webinar, dann die Drei Tage Challenge, dann fünf Tage live sein und Leute in deine Welt ziehen.

Und dann ändert Instagram mal wieder seinen Algorithmus. Und die halbe Branche steht da und weiß nicht mehr, wie sie Geld verdienen soll.

Das kann doch nicht der Plan sein.


Ich kenne noch StudiVZ. Ich habe Plattformen kommen und gehen sehen. Strategien ändern sich. Tools ändern sich. Aber Menschen bleiben Menschen.

Und wenn du verstehst, wie Menschen denken, wie du ihre Aufmerksamkeit bekommst und wie du ihnen hilfst, eine Entscheidung zu treffen, dann kannst du verkaufen. Punkt. Egal ob wir morgen noch Instagram benutzen oder die KI unseren kompletten Content schreibt.



Verkaufen beginnt viel früher als beim Angebot

Wir haben Verkaufen viel zu lange auf einen einzigen Moment reduziert. Hier ist mein Programm, das ist der Preis, hier ist der Link. Buch jetzt. Und wenn du es dir nicht wert bist, bist du es dir halt nicht wert.

Nein. Einfach nein.


Bevor jemand dein Angebot überhaupt wahrnimmt, muss eine Menge passieren. Der Mensch muss dich sehen. Dann muss er dir zuhören. Dann muss er verstehen, warum das, was du sagst, mit ihm zu tun hat. Und am Ende muss er eine Entscheidung treffen.

In einer Welt mit einer Million Möglichkeiten ist genau das schwer. Kennst du von Kindern. Gib ihnen A oder B, läuft. Wirf noch ein C dazu und sie sind raus. Bei uns Erwachsenen ist es exakt dasselbe.


Deshalb ist Verkaufen für mich längst keine Frage mehr von: Wie überzeuge ich jemanden? Die Frage ist: Wie verstehe ich einen Menschen so gut, dass ich ihm helfen kann, klar zu entscheiden?


Dafür brauchst du Skills. Sieben Stück.



Skill 1: Menschen verstehen

Klingt banal. Ist es nicht.

Viele Unternehmerinnen kennen ihre Zielgruppe ungefähr. Meine Kundin ist zwischen 35 und 50, will mehr Freiheit und mehr Umsatz. Hört sich fantastisch an. Damit kannst du ungefähr gar nichts anfangen.

Menschen verstehen heißt nicht, einen Kundenavatar auszufüllen und in die Schublade zu schmeißen. Dein Kundenavatar ist ein lebendiges Dokument. Du trägst laufend ein, was du beobachtest, was du hörst, was du lernst.


Du musst wissen: Was denkt diese Frau Montagmorgen? Was denkt sie, wenn sie ihr Konto öffnet? Wenn sie ein Angebot rausgeschickt hat und niemand kauft? Wenn sie auf Instagram sieht, wie die nächste ihren Rekordlaunch feiert und ihre eigenen Räume leer bleiben? Was sagt ihr Mann dazu? Und was sagt sie niemandem?

Wenn du das weißt, fragst du dich nie wieder, was du heute posten sollst. Dann hast du Hunderte Themen.


Dazu gehört Marktforschung. Hinhören, welche Worte deine Zielgruppe benutzt. Gucken, was deine Konkurrenz macht und wo Menschen hängen bleiben. Irgendwann erkennst du Muster. Dann hörst du hinter "Ich muss noch überlegen" plötzlich, was wirklich gemeint ist:

  • Ich sehe den Wert noch nicht.

  • Ich traue mir die Umsetzung noch nicht zu.

  • Ich habe Angst, wieder Geld auszugeben und enttäuscht zu werden.

Das sind drei komplett verschiedene Gespräche. Wer das hört, kommuniziert anders. Nicht nur zuhören. Hinhören.



Skill 2: Aufmerksamkeit gewinnen

Aufmerksamkeit wird einer der wichtigsten Skills der nächsten Jahre. Nicht nur für Content Creator. Für jede, die andere Menschen erreichen will.

Wir haben kein Informationsproblem. Wir haben zu viele. Jede kann der KI sagen: Schreib mir mal 30 Posts. Und schon fliegen 30 mittelmäßige Posts mehr ins Internet und klauen Aufmerksamkeit. Herzlichen Glückwunsch.

Und ganz ehrlich: Instagram ist Unterbrechermarketing. Die Leute sind nicht da, um zu lernen. Die doomscrollen.

Viele verwechseln Aufmerksamkeit mit Hooks. Ein Hook ist deine Eingangstür. Mehr nicht. Wenn du jemanden mit einer guten ersten Zeile stoppst und drei Sekunden später verlierst, hast du gar nichts gewonnen.

Der eigentliche Skill: stoppen, halten, Spannung aufbauen, erzählen. Dazu eine Regel, die ich gerade bei jedem Content Stück anwende:

Jeder Satz muss sich den nächsten verdienen.

Nicht jeder Satz muss clever sein. Nicht jeder muss viral gehen. Aber jeder muss einen Grund liefern, weiterzulesen.




Skill 3: Bedeutung erzeugen

Aufmerksamkeit allein reicht nicht. Ein Unfall bekommt Aufmerksamkeit. Ein Katzenvideo auch. Gekauft wird danach trotzdem nichts.

Bedeutung heißt: Du erklärst etwas so, dass ein Mensch denkt: Krass. Die hat mir in den Kopf geguckt. Genau so denke ich, ich hab es nur nie auf den Punkt gekriegt.

Beispiel. Ich könnte sagen: Kundenbindung ist wichtig. Stimmt. Ist ungefähr so spannend wie die Bedienungsanleitung eines Geschirrspülers. Ich hatte die gestern erst in der Hand. Du willst es nicht wissen.

Oder ich sage: Wenn du jeden Monat bei null anfängst und wieder komplett neue Kunden suchst, hast du dir ein Business gebaut, das dich zwingt, permanent zu verkaufen.

Selbes Thema. Komplett andere Wirkung. Du siehst die Konsequenz und erkennst dich wieder.


Das ist Marketing. Wissen so übersetzen, dass ein Mensch versteht, warum es für sein Leben oder sein Business relevant ist.



Skill 4: Perspektiven verändern

Mein Lieblingsskill. Gute Kommunikation sorgt dafür, dass jemand danach anders denkt.

Eine Unternehmerin kommt zu mir und sagt: Ich brauche mehr Reichweite. Nach unserem Gespräch denkt sie: Moment. Vielleicht verkaufe ich einfach schlecht an die Menschen, die schon da sind.

Oder: Ich brauche mehr Kunden. Danach: Vielleicht brauchen meine bestehenden Kunden erst mal mehr Gründe, wieder bei mir zu kaufen.

Oder der Klassiker: Mein Angebot ist zu teuer. Danach: Vielleicht habe ich den Wert noch nicht klar genug kommuniziert.

Und das ist es fast immer. Eure Angebote sind nicht zu teuer. Preise steigen überall. Wer Perspektiven verändern kann, gibt keine Informationen mehr weiter. Sie hilft Menschen, ihre Situation neu zu sehen.



Skill 5: Den Wert sichtbar machen

Ich sehe so viele gute Angebote, die grottenschlecht verkauft werden. Da steht dann: 12 Module, 25 Videos, Community, Workbook. Und ich denke: Alter. Da hat keiner Bock drauf.

Menschen kaufen keine Module. Ihnen ist völlig egal, wie du es machst. Hauptsache, sie kommen an. Sie kaufen Ergebnisse, Erleichterung, Sicherheit, Klarheit, Zeit.

Also übersetz deinen Wert. Statt "Du bekommst drei Calls" sagst du: "Du musst die nächsten zwölf Wochen nicht allein überlegen, was du als Nächstes tun sollst."

Scheiß auf die drei Calls. Die Frau will wissen, was sie zu tun hat.



Skill 6: Entscheidungen ermöglichen

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Verkauf. Und ich mag das Wort überzeugen immer weniger.

Wir überreden niemanden. Wenn jemand mein Angebot nicht braucht, soll er es nicht kaufen. Fertig. Aber wenn jemand ein Problem hat, das mein Angebot löst, ist es mein Job, die Entscheidung so klar wie möglich zu machen.

Das heißt: Einwände verstehen. Risiken reduzieren. Fragen beantworten. Vertrauen aufbauen. Und ehrlich sagen, was passiert, wenn sich nichts verändert. Ohne Panik, ohne Manipulation.

Denn die meisten Verkäufe scheitern nicht an einem Nein. Sie scheitern an Verwirrung. Ist das wirklich für mich? Warum jetzt? Was passiert danach? Wer verwirrt ist, kauft nicht. Ein großer Teil von Sales ist also schlicht: Verwirrung runter, Klarheit rauf.

Klingt nach viel. Ist es auch. Aber du hast auch Fahrradfahren gelernt. Und Schwimmen. Das hier ist Learning by doing.

Wenn du in der Wüste Sand verkaufen kannst, ist es egal, welche Plattform du bespielst. Egal, was in Wirtschaft oder Politik passiert. Du kannst verkaufen. Und damit kannst du dein Leben finanzieren. Dein ganzes Leben. Mit allem, wovon du träumst.



Skill 7: Kunden halten

Wird krass unterschätzt. Verkaufen hört nicht beim Kauf auf.

Ein gesundes Business braucht Menschen, die bleiben, wiederkaufen, dich empfehlen. Die wissen: Wenn sie was rausbringt, lohnt es sich. Wenn ich meinen Kundinnen sage, ich mache eine Mastermind, dann sage ich: Das ist was für dich. Komm dazu. Und dann fängst du eben nicht jeden Monat bei null an.

Wir brauchen keine Massen an kalten Leads. Wir brauchen die warmen. Reichweite wird teurer, der Markt wird voller. Gewinnen wird nicht die mit der größten Reichweite. Gewinnen wird die mit dem stärksten Kundenstamm. Ist heute schon so.



Warum du keine Strategie kopieren solltest

Ich glaube nicht daran, dass jede Unternehmerin einen Funnel, eine Content Strategie oder einen Launch kopieren sollte. Das wäre langweilig. Und es funktioniert nicht.

Verstehe die Mechanismen dahinter. Dann baust du deine eigene Strategie. Und wenn Instagram morgen verschwindet, verkaufst du eben woanders. Wenn ein Tool dicht macht, baust du dir ein neues auf. Weil dein Business nicht auf einer Plattform steht, sondern auf deiner Fähigkeit zu verkaufen.

Das ist für mich Unternehmertum.

Ich will keine Unternehmerinnen aufbauen, die mich jedes Mal fragen müssen: Janine, darf ich das so posten? Ich will, dass sie irgendwann sagen: Geiler Scheiß. Ich verstehe mein Business. Ich verstehe meine Kunden. Ich weiß, was ich als Nächstes tue.

Das ist Freiheit.



Häufige Fragen zum Verkaufen lernen

Kann man Verkaufen lernen? Ja. Verkaufen ist ein Skill wie Fahrradfahren oder Schwimmen. Du lernst ihn durch Verstehen, Üben und Wiederholen. Talent brauchst du dafür nicht.

Welche Skills brauche ich, um als Selbstständige mehr zu verkaufen? Sieben: Menschen verstehen, Aufmerksamkeit gewinnen, Bedeutung erzeugen, Perspektiven verändern, den Wert sichtbar machen, Entscheidungen ermöglichen und Kunden halten.

Wie verkaufe ich unabhängig von Instagram? Indem dein Business auf Fähigkeiten basiert statt auf einer Plattform. Wer Menschen versteht und Entscheidungen klar macht, verkauft überall.

Warum kauft niemand, obwohl mein Angebot gut ist? Meistens sind die Leute verwirrt. Sie sehen den Wert noch nicht oder wissen nicht, was danach passiert. Mehr Klarheit verkauft mehr als mehr Druck.

Ist mein Angebot zu teuer? Fast nie. Wenn Menschen sagen, es ist zu teuer, sehen sie

den Wert noch nicht. Kommuniziere das Ergebnis statt Module und Videos aufzuzählen.



Und jetzt?

Wenn du erst mal sehen willst, warum du beim Verkaufen immer wieder von vorne anfängst: Hör dir RE:SET an. Drei Audios, kostenlos, sofort verfügbar.

Wenn du die Skills richtig lernen willst: Genau das machen wir in RE:SELL. Zwölf Wochen live, in denen du deine eigene Verkaufsstrategie baust. Danach neun Monate jede Woche Training und Coworking, weil Übung den Meister macht. Zwölf Monate du und ich an deinen Verkaufsskills. Damit dich nichts mehr erschüttert. RE:SELL startet im November, du kannst dich jetzt schon anmelden.

Die ganze Folge zum Anhören: [Link zur Podcastfolge einfügen]

Janine Wirtz ist Sales Mentorin und hat in über acht Jahren mehr als 1.300 Frauen beigebracht zu verkaufen. Im Podcast Zwischen Knete und Kniebeißer redet sie Klartext über Verkauf, Marketing und Business.

 
 
 

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Wer schreibt hier?

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Ich bin Janine. Mama von vier Kindern, Unternehmerin, Mentorin und ziemlich schlecht darin, Dinge einfach so zu machen, nur weil man sie eben „so macht“.

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Ich schreibe deshalb hier nicht darüber, wie Business theoretisch funktionieren müsste. Ich schreibe darüber, wie es funktioniert, wenn neben deinem Business auch noch ein echtes Leben stattfindet.

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Über Personal Brands. Über Marketing. Über Verkaufen. Über Geld. Über Entscheidungen. Über Mut. Und immer wieder über die Frage:

Wie bauen wir ein Business, das nicht nur erfolgreich aussieht, sondern uns tatsächlich das Leben ermöglicht, für das wir irgendwann einmal losgegangen sind?

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Ich glaube daran, dass Erfolg, Familie und Freiheit zusammengehören. Dass du nicht lauter werden musst, sondern klarer. Und dass ein gutes Business dich tragen sollte, statt dich permanent aufzufressen.

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