Verkaufen im Online-Business 2026: Warum mittelmäßiges Marketing nicht mehr reicht
Ich bekomme gerade erstaunlich viele Nachrichten, die im Kern immer dieselbe Frage stellen:
„Janine, kannst du mir Verkaufen wirklich beibringen?“
„Warum funktioniert das bei mir nicht?“
„Hat sich der Markt verändert?“
Und natürlich der Klassiker:
„Ist Online-Business gerade wirklich so schwer geworden?“
Wenn du dich eine Weile durch die Online-Business-Bubble bewegst, könnte man tatsächlich glauben, wir stünden kurz vor der digitalen Apokalypse.
High Ticket ist tot. Launches funktionieren nicht mehr. Instagram ist tot. E-Mail-Marketing wurde gefühlt bereits siebzehnmal feierlich beerdigt. Menschen kaufen angeblich nichts mehr und wenn du trotzdem noch Umsatz machen möchtest, sollst du am besten jeden Tag fünf Reels, drei Karussells, siebenundachtzig Storys, einen Newsletter und vorsichtshalber eine kleine Netflix-Dokumentation über dein Angebot produzieren.
Und nächste Woche kommt wieder jemand um die Ecke und erklärt dir, dass all das selbstverständlich doch funktioniert. Du müsstest nur ihre sieben Schritte befolgen.
Ich sehe das anders.
Denn ja: Der Markt hat sich verändert.
Aber Menschen haben nicht kollektiv beschlossen, nie wieder Geld für Lösungen, Unterstützung, Weiterbildung oder bessere Ergebnisse auszugeben.
Was sich verändert hat, ist wie Menschen entscheiden, wem sie ihr Geld geben.
Und genau deshalb lautet meine These:
Verkaufen ist nicht schwerer geworden. Es ist schwerer geworden, mittelmäßig zu verkaufen.
Das ist ein verdammt wichtiger Unterschied.
Die kurze Antwort: Ist Verkaufen im Online-Business 2026 schwieriger geworden?
Teilweise.
Käufer recherchieren heute intensiver, vergleichen mehr Möglichkeiten und begegnen einem Unternehmen über deutlich mehr Kontaktpunkte als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig macht künstliche Intelligenz Wissen und Content fast unbegrenzt verfügbar.
Deshalb verlieren austauschbare Informationen, generisches Marketing und Copy-Paste-Verkaufsstrategien an Wirkung.
Wichtiger werden stattdessen Vertrauen, eine klare Positionierung, echte Expertise, Proof, Persönlichkeit, Urteilsvermögen und eine durchdachte Customer Journey.
Nicht zwingend mehr Marketing.
Besseres Marketing.
Und genau da müssen wir anfangen.
1. Käufer sind informierter, skeptischer und selektiver geworden
Vor einigen Jahren konnte eine Customer Journey im Online-Business erstaunlich kurz sein.
Eine Frau entdeckt dich auf Instagram. Sie schaut ein paar Storys, findet dich sympathisch, sieht dein Angebot und kauft.
Natürlich war es nie bei jedem Menschen so simpel. Aber Kaufentscheidungen konnten über relativ wenige Touchpoints entstehen.
Heute sieht das häufig völlig anders aus.
Ein Mensch entdeckt dich auf Instagram und verschwindet erst einmal wieder.
Zwei Wochen später taucht ein Reel von dir auf. Irgendwann hört sie deinen Podcast. Danach googelt sie deinen Namen, landet auf deiner Website und liest einen Artikel. Sie schaut sich Testimonials an, vergleicht dein Angebot mit zwei anderen Anbieterinnen und fragt möglicherweise sogar eine KI, welche Lösung für ihr Problem sinnvoll wäre.
Dann passiert drei Wochen gar nichts.
Irgendwann landet eine E-Mail von dir in ihrem Postfach.
Sie hört noch eine Podcastfolge.
Und dann kauft sie.
Oder eben nicht.
BCG beschreibt für 2026 genau diese Entwicklung als zunehmend research-led Customer Journey. 43 Prozent der untersuchten Customer Journeys sind mittlerweile recherchegetrieben. Diese Menschen starten ohne festgelegte Markenentscheidung und vergleichen aktiv verschiedene Möglichkeiten über ein wachsendes Netzwerk an Touchpoints, von Social Media bis hin zu KI-generierten Antworten. Rund die Hälfte der Konsumenten geht laut BCG sogar ohne bereits festgelegte Markenpräferenz in einen Kaufprozess.
Das verändert Verkauf massiv.
Denn der potenzielle Kunde sieht dein Angebot nicht mehr nur und denkt:
„Klingt gut. Kauf ich.“
Er fragt:
Warum sie?
Kann ich ihr vertrauen?
Hat sie wirklich Erfahrung?
Versteht sie mein Problem?
Funktioniert das, was sie verkauft?
Passt ihr Ansatz zu mir?
Was sagen andere über sie?
Welche Alternativen gibt es?
Und ist das gerade tatsächlich ein gutes Angebot oder einfach nur verdammt gutes Marketing?
Genau deshalb glaube ich:
Der Markt ist nicht zwangsläufig dein Problem. Dein Verkaufsmodell könnte für ein Kaufverhalten gebaut sein, das es so nicht mehr gibt.
Das ist etwas völlig anderes.
Eine Salespage sollte heute nicht mehr deine komplette Verkaufsarbeit übernehmen
Ich liebe gute Salespages.
Wirklich.
Aber manchmal behandeln wir sie, als wären sie eine magische Maschine, die einen völlig fremden Menschen innerhalb von zehn Minuten von „Wer bist du eigentlich?“ zu „Hier sind meine 3.000 Euro“ transportieren soll.
Das ist eine ziemlich sportliche Erwartung an eine Website.
Wenn ein Mensch dich nicht kennt, deine Haltung nicht versteht, keinerlei Proof gesehen hat, deine Expertise nicht einschätzen kann und noch nicht weiß, warum ausgerechnet du die richtige Person für dieses Problem bist, dann muss deine Salespage plötzlich die komplette Beziehung aufbauen, alle Zweifel beseitigen, dein Angebot erklären und die Kaufentscheidung erzeugen.
Viel Spaß.
Im besten Fall beginnt deine Salespage nicht bei null.
Ein großer Teil der Kaufentscheidung ist vorher bereits entstanden.
Durch deine Inhalte.
Durch deine Positionierung.
Durch deinen Podcast.
Deine E-Mails.
Deine Erfahrungen.
Deinen Proof.
Deine Meinung.
Die Art, wie du arbeitest.
Und ja: durch die Art, wie du dich als Unternehmerin zeigst.
Die Salespage erklärt anschließend dein Angebot, beantwortet Fragen und hilft dem Käufer dabei, seine Entscheidung zu überprüfen.
Das ist ihre Aufgabe.
Eine Salespage sollte abschließen. Sie sollte nicht dein komplettes Unternehmen ersetzen müssen.
2. Die Customer Journey ist fragmentierter geworden
Dass Menschen heute mehr Berührungspunkte brauchen können, wird in der Online-Business-Welt gern auf eine ziemlich kreative Art übersetzt:
„Du musst mehr Content machen.“
Nein.
Mehr Touchpoints bedeutet nicht automatisch, dass du jetzt dein restliches Leben mit einer Ringlampe verbringen musst.
Es bedeutet auch nicht, dass du morgens um sechs ein Reel drehen, beim Frühstück deine Story bedienen und abends zwischen Zähneputzen und Nervenzusammenbruch noch schnell einen Newsletter schreiben solltest.
Mehr Touchpoints bedeutet:
Menschen begegnen dir an unterschiedlichen Stellen und diese Stellen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Und genau deshalb halte ich es für gefährlich, ein komplettes Unternehmen ausschließlich auf Instagram aufzubauen.
Instagram ist dein Schaufenster. Nicht dein gesamter Laden.
Stell dir vor, du läufst mit deiner besten Freundin durch eine kleine Einkaufsstraße.
Ihr quatscht. Ihr lacht. Eigentlich habt ihr überhaupt nicht vor, irgendwo reinzugehen.
Rechts und links sind kleine Läden, Cafés und Geschäfte. Dein Blick wandert über die Schaufenster, aber deine Aufmerksamkeit ist hauptsächlich bei deiner Freundin.
Und plötzlich siehst du etwas.
Du bleibst stehen.
„Scheiße. Guck mal.“
Du gehst näher ans Fenster.
Und vielleicht machst du die Tür auf.
Genau das ist für mich Instagram.
Die Menschen sitzen nicht morgens mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa und denken:
„Ich hoffe wirklich sehr, dass Janine heute einen pädagogisch wertvollen Karussell-Post für mich vorbereitet hat.“
Sie scrollen.
Sie sind abgelenkt.
Sie schauen hier, dort, nirgendwo richtig hin.
Und deine Aufgabe ist zunächst, dafür zu sorgen, dass ein Mensch kurz stehen bleibt.
Dass etwas in ihm sagt:
„Das ist interessant.“
Oder noch besser:
„Scheiße. Die meint mich.“
Das ist das Schaufenster.
Danach kann dein Podcast Tiefe schaffen.
Dein Blog kann Expertise zeigen und über Suchmaschinen oder KI-Systeme auffindbar werden.
Dein Newsletter kann Gedanken weiterführen und Beziehung aufbauen.
Testimonials schaffen Sicherheit.
Deine Website hält deine Welt zusammen.
Die Salespage erklärt dein Angebot.
Und ein Gespräch kann, wenn es sinnvoll ist, den letzten Zweifel klären.
Das ist eine Customer Journey.
Nicht:
„Ich brauche noch 14 Reels.“
Mehr Touchpoints bedeuten nicht mehr schlechten Content
Das möchte ich wirklich deutlich sagen.
Wenn dein Instagram-Account seit vier Monaten aussieht wie ein verlassener Bahnhof und du Reichweite aufbauen möchtest, dann darfst du selbstverständlich anfangen, mehr Content zu veröffentlichen.
Mach.
Contentfrequenz kann strategisch sinnvoll sein.
Aber wenn dein Content austauschbar ist, wird dein Problem nicht dadurch gelöst, dass du einfach dreimal so viel davon produzierst.
Dann hast du anschließend nur:
dreimal so viel austauschbaren Content.
Herzlichen Glückwunsch.
Die bessere Frage lautet deshalb:
Wie baue ich eine Welt, durch die ein Mensch gehen kann?
Eine Welt, in der er dich entdeckt.
Dich versteht.
Deine Haltung kennenlernt.
Deine Expertise erkennt.
Dir vertraut.
Beweise sieht.
Deine Angebote versteht.
Und irgendwann zu dem Schluss kommt:
„Mit ihr will ich arbeiten.“
Das ist für mich modernes Verkaufen.
3. Wissen allein ist 2026 verdammt billig geworden
Das ist wahrscheinlich eine der größten Veränderungen im gesamten Expertenmarkt.
Noch vor einigen Jahren konnte sich ein Unternehmen relativ stark darüber differenzieren, Informationen zu besitzen, die andere Menschen nicht hatten.
„Ich gebe dir 100 Hooks.“
„Ich zeige dir, wie du einen Contentplan erstellst.“
„Ich erkläre dir, wie eine Salespage aufgebaut ist.“
„Hier bekommst du meine 50 besten Ideen für Instagram.“
Heute öffnest du ChatGPT und hast in wenigen Sekunden 100 Hooks, 30 Content-Ideen, eine Salespage, fünf Freebie-Ideen und vermutlich noch eine Morgenroutine dazu, obwohl du gar nicht danach gefragt hast.
Ob das Ergebnis immer brillant ist, steht auf einem anderen Blatt.
Aber eines ist klar:
Information ist nicht mehr knapp.
Und wenn dein gesamter Expertenstatus darauf basiert, Informationen weiterzugeben, die eine KI in wenigen Sekunden ausspucken kann, haben wir ein Problem.
Das bedeutet nicht, dass Expertise unwichtig wird.
Ganz im Gegenteil.
Aber der Wert verschiebt sich.
Von Information zu Einordnung.
Von „Ich weiß etwas“ zu „Ich kann beurteilen, was davon für deine Situation relevant ist“.
Wertvoller werden:
Erfahrung, Urteilsvermögen, Strategie, Kontext, individuelle Anwendung, eigene Methoden, Feedback, Perspektive und die Fähigkeit, einen Menschen tatsächlich von A nach B zu bringen.
Ein guter Mentor gibt dir nicht einfach mehr Informationen.
Er erkennt, welche davon du gerade nicht brauchst.
Er sieht, wo du dich verrennst.
Er versteht Zusammenhänge.
Er kann dir sagen, warum eine Strategie bei Unternehmen A funktioniert und bei deinem Geschäftsmodell kompletter Unsinn wäre.
Das ist etwas anderes als Wissen.
Das ist sein Urteil.
Und ein Urteil entsteht nicht durch den Zugriff auf mehr Informationen, sondern durch Erfahrung, Denken, Beobachten und Entscheiden.
KI macht Content schneller. Aber nicht automatisch besser.
Ich liebe KI.
Sie gibt Unternehmerinnen Möglichkeiten, von denen wir vor wenigen Jahren nicht einmal geträumt haben. Wir können schneller recherchieren, Ideen entwickeln, Prozesse vereinfachen, Inhalte strukturieren und Aufgaben automatisieren.
Aber wenn du KI benutzt, um noch schneller denselben charakterlosen Einheitsbrei zu produzieren wie alle anderen, hast du eben einfach schneller Einheitsbrei produziert.
Auch eine Leistung.
Nur keine besonders lukrative.
Canva hat 2026 gemeinsam mit The Harris Poll 1.415 Marketingverantwortliche und 3.547 Konsumenten in sieben Ländern untersucht, darunter Deutschland. Sieben von zehn Konsumenten sagten, KI-generierte Werbung fühle sich häufig so an, als würde etwas fehlen. 78 Prozent würden lieber Werbung sehen, die von Menschen gemacht wurde, und 87 Prozent sind überzeugt, dass starke Werbung weiterhin einen menschlichen Touch braucht.
Spannend ist dabei nicht, dass Menschen KI grundsätzlich ablehnen.
Das tun sie nämlich nicht.
Die Studie zeigt vielmehr: Menschen reagieren darauf, wie sich Content anfühlt.
Und genau hier liegt für Marken eine riesige Chance.
Wenn KI die Menge an Content erhöht, wird nicht automatisch derjenige gewinnen, der am meisten produziert.
Wertvoller werden Geschmack, Urteil, Haltung, Erfahrung, Originalität und menschliche Perspektive. Canva fasst diese Entwicklung selbst sehr treffend zusammen: Nicht bloße Menge wird zum Differenzierungsmerkmal, sondern kreative Richtung und menschliches Urteilsvermögen.
Das ist eine ziemlich gute Nachricht für Unternehmerinnen, die tatsächlich etwas zu sagen haben.
4. Personal Brand ist mehr als „Zeig dich mal ein bisschen“
Jetzt kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen.
Personal Brand.
Dieses Wort wurde in den letzten Jahren so oft durchs Internet gezerrt, dass es mittlerweile ein bisschen mitgenommen aussieht.
„Du brauchst eine Personal Brand.“
„Sei authentisch.“
„Zeig mehr Persönlichkeit.“
„Nimm deine Community mit.“
Schnarch.
Denn was bedeutet Personal Brand eigentlich wirklich?
Was ist eine Personal Brand?
Für mich ist eine Personal Brand das klare Bild, das andere Menschen von dir im Kopf haben, wenn sie deinen Namen hören.
Nicht dein Logo.
Nicht deine Farben.
Nicht dein perfekt abgestimmter Instagram-Feed.
Und auch nicht, was du morgens auf dein Brot schmierst.
Eine starke Personal Brand entsteht, wenn Menschen irgendwann wissen:
wie du denkst, woran du glaubst, was du ablehnst, welche Werte du hast, welche Standards du setzt und wie du Entscheidungen triffst.
Sie kennen deine Erfahrungen.
Sie verstehen deine Perspektive.
Sie wissen, wie du Probleme löst.
Sie wissen, was sie von dir erwarten können.
Und irgendwann passiert etwas ziemlich Spannendes:
Ein Mensch steht selbst vor einer Entscheidung und denkt:
„Ich weiß genau, was sie mir jetzt sagen würde.“
Dann hast du einen Platz im Kopf dieses Menschen aufgebaut.
Dann bist du nicht mehr einfach irgendeine Expertin zum Thema X.
Du bist eine Marke.
Ja, du musst dich für eine Personal Brand ein Stück weit zur Schau stellen
Ich benutze diese Formulierung ganz bewusst.
Denn viele Menschen möchten gerne die Vorteile einer Personal Brand haben, ohne den Preis dafür zu bezahlen.
Sie wollen Vertrauen, aber bitte ohne sich wirklich zu zeigen.
Sie wollen Wiedererkennung, aber ohne eine klare Meinung zu vertreten.
Sie wollen Nähe, aber ohne dass jemand erkennen könnte, wie sie tatsächlich denken.
Sie wollen Persönlichkeit, solange diese Persönlichkeit niemanden irritiert.
Das funktioniert nur begrenzt.
Wenn du eine Personal Brand aufbauen möchtest, musst du Menschen ermöglichen, dich als Person zu lesen.
Das bedeutet nicht, dass du dein komplettes Privatleben ins Internet stellen musst.
Überhaupt nicht.
Aber Menschen müssen deinen Charakter erkennen können.
Deine Haltung.
Deine Entscheidungen.
Deine Standards.
Deine Art, die Welt zu betrachten.
Deine Ecken und Kanten.
Persönlich ist nicht dasselbe wie privat.
Das wird erstaunlich oft verwechselt.
Authentizität allein ist noch keine Marketingstrategie
Mein Lieblingsbeispiel dafür ist Tante Gisela.
Tante Gisela steht morgens maximal authentisch im Bademantel an ihrer Mülltonne.
Haare wild.
Keine Filter.
Keine Inszenierung.
Vielleicht schreit sie ihrem Mann noch hinterher:
„HEINZ! DIE GELBE TONNE!“
Maximal echt. Maximal authentisch.
Und trotzdem hat Tante Gisela deshalb nicht automatisch eine starke Personal Brand.
Denn Authentizität ist nur ein Teil davon.
Eine starke Marke braucht zusätzlich Charakter, Haltung, Wiedererkennbarkeit, Expertise, Reputation und Konsistenz.
Und etwas, über das meiner Meinung nach im Personal-Branding viel zu wenig gesprochen wird:
Verkörperung.
5. Die nächste Stufe ist für mich die Embodied Brand
Ich unterscheide inzwischen drei Ebenen.
Die Expert Brand: „Ich weiß etwas.“
Menschen kommen zu dir, weil du Wissen besitzt.
Das bleibt wichtig.
Expertise ist das Fundament.
Aber wie wir gerade gesehen haben, wird reines Wissen zunehmend leichter zugänglich und dadurch vergleichbarer.
Die Personal Brand: „Ich kenne deine Perspektive.“
Jetzt weiß ich nicht nur, was du weißt.
Ich weiß auch, wie du denkst.
Ich kenne deine Haltung, deine Persönlichkeit und deine Werte.
Ich verstehe, warum du bestimmte Dinge anders siehst als andere Experten in deinem Markt.
Damit wirst du bereits deutlich weniger austauschbar.
Die Embodied Brand: „Ich kann sehen, dass du es lebst.“
Und hier wird es für mich richtig spannend.
Denn jetzt erzählst du mir nicht mehr nur, wofür du stehst.
Ich kann es sehen.
Du sagst nicht nur, dass Freiheit einer deiner wichtigsten Werte ist. Dein Business ist tatsächlich so gebaut, dass es dir Freiheit ermöglicht.
Du sprichst nicht nur darüber, wie wichtig mutige Entscheidungen sind. Ich kann beobachten, dass du selbst welche triffst.
Du erzählst nicht ständig etwas von Familie als Priorität und hast gleichzeitig ein Geschäftsmodell gebaut, das deine Familie jeden Tag an die letzte Stelle schiebt.
Denn ganz gleich, was auf deiner Website steht:
Menschen glauben langfristig stärker deinem Verhalten als deiner Caption.
Wenn du Freiheit predigst, aber jeden Tag vierzehn Stunden gestresst vor deinem Laptop sitzt, entsteht eine Lücke.
Wenn Familie angeblich dein höchster Wert ist, dein gesamtes Unternehmen aber nur funktioniert, wenn deine Familie permanent zurücksteckt, entsteht eine Lücke.
Wenn du deinen Kundinnen erzählst, dass sie mutigere Entscheidungen treffen müssen, selbst aber zwölf Monate brauchst, um ein neues Angebot zu veröffentlichen, entsteht ebenfalls eine Lücke.
Menschen spüren diese Inkongruenz.
Und genau deshalb glaube ich, dass Verkörperung im KI-Zeitalter enorm an Bedeutung gewinnt.
Menschen wollen nicht nur hören, wofür du stehst. Sie wollen Beweise dafür sehen.
Deine Entscheidungen sind Proof.
Deine Standards sind Proof.
Die Art, wie du dein Unternehmen führst, ist Proof.
Wie du mit Kunden arbeitest, ist Proof.
Was du ablehnst, ist Proof.
Was du bewusst anders machst als deine Branche, ist Proof.
Und ja: Auch die Art, wie du lebst, kann Proof sein.
Ich nenne das Brand Evidence.
Du musst deshalb trotzdem nicht dein komplettes Privatleben ins Internet stellen
Da müssen wir dringend eine Grenze ziehen.
Personal Brand bedeutet nicht:
Hier ist meine Ehe.
Hier sind meine Kinder in jeder Lebenslage.
Hier mein Konto.
Hier mein Schlafzimmer.
Und hier noch ein ausführliches Gesundheitsupdate direkt aus dem Badezimmer.
Nein.
Danke.
Manche Dinge dürfen einfach privat bleiben. Revolutionäres Konzept im Internet, ich weiß.
Die viel bessere Frage lautet:
Welche Teile meines Lebens, meiner Erfahrungen und meiner Persönlichkeit helfen Menschen dabei, zu verstehen, wer ich bin und wofür ich stehe?
Du musst nicht alles zeigen.
Aber das, was du zeigst, sollte gemeinsam ein klares Bild ergeben.
Eine starke Marke braucht keine vollständige Transparenz. Sie braucht einen erkennbaren Charakter.
6. Werte beeinflussen Kaufentscheidungen stärker, als viele denken
Personal Brand wird häufig behandelt, als wäre sie bloß ein Social-Media-Thema.
Für mich ist sie längst Verkaufsinfrastruktur.
Denn bevor Menschen kaufen, beantworten sie nicht nur rationale Fragen.
Sie prüfen unbewusst auch:
Glaube ich ihr?
Vertraue ich ihr?
Versteht sie mich?
Gefällt mir, wie sie denkt?
Teilen wir bestimmte Werte?
Will ich von dieser Person lernen?
Möchte ich länger in ihrer Welt sein?
Und ja: Werte können eine Kaufentscheidung auch wieder zerstören.
Ich habe das selbst erlebt.
Wir haben während unserer Reise durch Europa längere Zeit auf Mallorca gelebt. Wir saßen dort nicht nur in unserer eigenen Bubble, sondern haben mit Menschen gesprochen, zugehört und beobachtet, wie sich das Leben auf der Insel für Einheimische verändert.
Diese Erfahrungen haben meine Sicht auf bestimmte Entwicklungen geprägt.
Später hörte ich eine Coachin davon sprechen, sich dort ein Haus kaufen und diesen typischen Luxury Lifestyle leben zu wollen.
Und bei mir passierte sofort etwas.
Ich dachte:
Okay. Unsere Werte treffen sich hier nicht mehr.
Das bedeutet nicht, dass diese Frau plötzlich schlecht in ihrem Job war.
Ihre Expertise hatte sich nicht über Nacht aufgelöst.
Aber meine persönliche Bereitschaft, bei ihr zu kaufen, hatte sich verändert.
Warum?
Weil Werte Kaufentscheidungen beeinflussen.
Das ist Personal Brand.
Nicht dein Beige-Ton auf Canva.
7. Und was, wenn du all das längst weißt und trotzdem nichts davon umsetzt?
Dann kommen wir zu einem völlig anderen Problem.
Prokrastination.
Und das ist gerade bei Frauen spannend, die in ihrem früheren Job unglaublich kompetent waren.
Sie waren zuverlässig.
Leistungsstark.
Sie konnten Verantwortung übernehmen.
Sie haben Projekte geführt, Deadlines eingehalten und Probleme gelöst.
Dann machen sie sich selbstständig.
Und plötzlich sitzen sie seit sechs Wochen an ihrer Positionierung.
Überarbeiten ihre Website.
Ändern das Branding.
Sortieren Notion.
Erstellen noch ein Freebie.
Buchen noch einen Kurs.
Überarbeiten zum 34. Mal ihre Angebotsfolie.
Alles sieht wahnsinnig produktiv aus.
Nur verkauft wird irgendwie immer noch nicht.
Das Problem ist häufig nicht fehlende Kompetenz.
Das Problem ist fehlende Sicherheit.
Ein Job und ein eigenes Unternehmen sind psychologisch zwei unterschiedliche Spiele
Im Job existiert meistens ein Rahmen.
Es gibt Aufgaben.
Deadlines.
Ziele.
Erwartungen.
Feedback.
Und meistens jemanden, der entscheidet, was als Nächstes passieren soll.
Dann gründest du ein Unternehmen.
Und plötzlich musst du entscheiden.
Was mache ich?
Was lasse ich?
Wann ist etwas gut genug?
Welche Meinung vertrete ich?
Was veröffentliche ich?
Was verkaufe ich?
Wie viel verlange ich?
Was passiert, wenn jemand Nein sagt?
Und was passiert eigentlich, wenn es funktioniert?
Diese Fragen lösen Unsicherheit aus.
Also machen wir gerne Dinge, bei denen wir uns weiterhin kompetent fühlen.
Website überarbeiten.
Canva öffnen.
Planen.
Noch eine Ausbildung.
Noch ein Workbook.
Noch ein neues Konzept.
Nur nicht: das Angebot wirklich verkaufen.
Den Preis nennen.
Die Meinung veröffentlichen.
Menschen ansprechen.
Sichtbar werden.
Ein Nein riskieren.
Das ist Prokrastination in ihrem schönsten Business-Kostüm.
Sie sieht fleißig aus.
Ist aber trotzdem Vermeidung.
Prokrastination ist häufig nicht Faulheit, sondern Emotionsvermeidung
Du vermeidest nicht unbedingt die Aufgabe.
Du vermeidest möglicherweise das Gefühl, das mit dieser Aufgabe verbunden ist.
Ablehnung.
Bewertung.
Unsicherheit.
Scham.
Ein Nein.
Oder etwas, über das wesentlich weniger gesprochen wird:
die Möglichkeit, dass es funktioniert.
Denn was passiert, wenn plötzlich 30 Menschen kaufen?
Was passiert, wenn du sichtbar wirst?
Was passiert, wenn andere Menschen eine Meinung über dich entwickeln?
Was passiert, wenn dein Unternehmen größer wird als die Version von dir, an die du dich bisher gewöhnt hast?
Dann brauchst du keinen weiteren Motivationsspruch.
Du brauchst:
Selbstführung.
Selbstvertrauen entsteht meistens nicht vor der Handlung
Viele Menschen warten auf ein Gefühl.
„Wenn ich mich sicherer fühle, mache ich es.“
„Wenn ich bereit bin, gehe ich raus.“
„Wenn ich selbstbewusster bin, verkaufe ich.“
Sorry.
So funktioniert Unternehmertum erstaunlich selten.
Für mich läuft es viel häufiger so:
Entscheidung → Handlung → Beweis → Selbstvertrauen
Du entscheidest.
Du handelst.
Du sammelst einen Beweis dafür, dass du es kannst.
Dadurch wächst dein Vertrauen in dich selbst.
Und dann gehst du den nächsten Schritt.
Du wirst nicht erst vollständig zu dieser Unternehmerin und handelst anschließend wie sie.
Du handelst wie diese Unternehmerin und wirst dadurch zu ihr.
Dieser Unterschied ist gigantisch.
8. Was braucht ein Online-Business 2026, um besser zu verkaufen?
Nicht siebzehn neue Taktiken.
Nicht den nächsten Blueprint.
Und ziemlich sicher nicht noch mehr Copy-Paste-Marketing.
Du brauchst zunächst ein Angebot, das ein echtes Problem löst und für die richtige Zielgruppe relevant ist.
Du brauchst eine klare Positionierung, damit Menschen verstehen, warum ausgerechnet du.
Du brauchst eine Marke, die erkennbar ist und Vertrauen aufbaut.
Du brauchst Proof.
Du brauchst eine Customer Journey, die nicht bei Instagram beginnt und dort fünf Minuten später wieder endet.
Und du brauchst ein Verkaufssystem, das zu deinem Unternehmen passt.
Vor allem musst du verstehen, warum Menschen kaufen.
Denn die Verkaufsstrategie, mit der irgendeine Mentorin ihre Million gemacht hat, muss bei dir noch lange nicht funktionieren.
Sie muss zu deinen Angeboten passen.
Zu deiner Zielgruppe.
Zu deiner Marke.
Zu deiner Persönlichkeit.
Zu deinem Leben.
Es gibt Prinzipien im Verkauf.
Es gibt Verkaufspsychologie.
Es gibt Mechanismen, die immer wieder auftauchen.
Aber daraus musst du deine eigene Verkaufsformel bauen.
Ein System, das du verstehst, reproduzieren kannst und nicht jeden Monat wieder panisch neu erfinden musst.
Ist E-Mail-Marketing 2026 überhaupt noch relevant?
Absolut.
Auch dieser Kanal wird seit Jahren regelmäßig für tot erklärt und weigert sich erstaunlich hartnäckig, tatsächlich zu sterben.
Der aktuelle State of Email 2026 von Litmus zeigt sogar einen spannenden Zusammenhang zwischen professioneller KI-Nutzung und E-Mail-Performance: Unternehmen mit fortgeschrittener KI-Nutzung im E-Mail-Marketing erreichen 75 Prozent häufiger einen ROI von mehr als 45:1 als Unternehmen, die KI weniger weit integriert haben.
Natürlich bedeutet das nicht, dass du irgendeinen Newsletter verschickst und der Geldautomat plötzlich Geräusche macht.
E-Mail ist so stark, weil du dort etwas tun kannst, was Social Media allein nur schwer leisten kann:
Beziehung vertiefen.
Du kannst Gedanken weiterführen.
Geschichten erzählen.
Einwände behandeln.
Menschen immer wieder in deine Welt zurückholen.
Und du bist dabei nicht vollständig davon abhängig, ob irgendein Algorithmus heute Morgen schlechte Laune hat.
Für mich bleibt E-Mail deshalb ein zentraler Bestandteil einer starken Customer Journey.
Brauche ich 2026 noch Instagram?
Ja.
Aber vielleicht nicht so, wie du gerade darüber denkst.
Instagram muss nicht dein komplettes Unternehmen tragen.
Behandle es wie dein Schaufenster.
Mach Menschen neugierig. Zeig ihnen deine Expertise. Zeig deine Haltung. Zeig Charakter. ZEIG DICH!
Gib ihnen einen Grund, stehen zu bleiben.
Und dann gib ihnen eine Welt, die größer ist als dein Instagram-Profil.
Mit deinem Podcast.
Deinem Blog.
Deinem Newsletter.
Deiner Website.
Deinen Angeboten.
Deiner Customer Journey.
Denn dein Ziel ist nicht, möglichst viele Menschen irgendwie in einen Kauf zu drücken.
Das Ziel ist:
Ein Unternehmen aufzubauen, in dem die richtigen Menschen gerne bleiben und in dem Kaufen irgendwann die logische nächste Entscheidung wird.
Fazit: Mittelmäßigkeit wird teurer
Ist Verkaufen im Online-Business 2026 schwieriger geworden?
Teilweise.
Der Markt ist anspruchsvoller geworden.
Menschen recherchieren mehr.
Sie vergleichen mehr.
KI spielt inzwischen selbst eine wachsende Rolle innerhalb der Kaufentscheidung. Laut einer aktuellen BCG-Untersuchung nutzt mittlerweile fast ein Drittel der Konsumenten KI an irgendeinem Punkt ihrer Customer Journey, ungefähr dreimal so viele wie noch 18 Monate zuvor. Mehr als die Hälfte gibt gleichzeitig an, keiner einzelnen Informationsquelle vollständig zu vertrauen.
Das ist spannend.
Denn es bedeutet nicht, dass Vertrauen unwichtiger wird.
Es wird wichtiger.
Nur entsteht es heute über andere Wege.
Über Erfahrung.
Proof.
Wiederholung.
Persönlichkeit.
Haltung.
Konsistenz.
Und darüber, ob das, was eine Marke behauptet, mit dem übereinstimmt, was Menschen tatsächlich erleben.
Deshalb ziehe ich aus den Veränderungen des Marktes nicht die Schlussfolgerung:
„Online-Business funktioniert nicht mehr.“
Meine Schlussfolgerung lautet:
Wir müssen besser werden.
Besser im Marketing.
Besser in Positionierung.
Besser darin, Menschen wirklich zu verstehen.
Besser darin, Vertrauen aufzubauen.
Besser darin, Marken zu entwickeln.
Besser darin, unsere Meinung nicht hinter dem nächsten generischen Contentplan zu verstecken.
Und vor allem besser darin, das tatsächlich zu verkörpern, was wir da draußen erzählen.
Denn:
Verkaufen ist nicht schwerer geworden. Es ist schwerer geworden, mittelmäßig zu verkaufen.
Und ganz ehrlich?
Das finde ich gar nicht schlecht.
Denn dann gewinnen langfristig nicht zwingend diejenigen, die am lautesten „NOCH ZWEI PLÄTZE!!!“ ins Internet schreien.
Sondern diejenigen, bei denen ein Mensch irgendwann denkt:
„Ich weiß, wer sie ist. Ich weiß, wofür sie steht. Ich vertraue ihr. Und wenn ich dieses Problem lösen möchte, will ich es mit ihr lösen.“
Das ist eine Marke.
Und das ist für mich modernes Verkaufen.
Du willst deine eigene Verkaufsformel entwickeln?
Genau darum geht es in RE:SELL.
Nicht darum, dir meinen Blueprint überzustülpen.
Nicht darum, die nächste Verkaufsstrategie blind zu kopieren.
Und schon gar nicht darum, dein Unternehmen so zu bauen, wie irgendein anderer Mensch seines aufgebaut hat.
Du lernst Sales so tief zu verstehen, dass du daraus deine eigene Verkaufsformel entwickeln kannst.
Eine Strategie, die zu deiner Marke, deiner Persönlichkeit, deiner Zielgruppe, deinen Angeboten und deinem Leben passt.
Damit Verkaufen nicht jeden Monat wieder ein Überraschungsei ist.
Sondern ein System.
Häufige Fragen zum Verkaufen im Online-Business 2026
Ist Verkaufen im Online-Business 2026 wirklich schwieriger?
Käufer recherchieren und vergleichen heute stärker und nutzen mehr Informationsquellen innerhalb ihrer Customer Journey. Dadurch funktionieren oberflächliches Marketing, austauschbare Angebote und einzelne isolierte Verkaufsmaßnahmen weniger zuverlässig. Verkaufen funktioniert weiterhin, allerdings gewinnen Vertrauen, Positionierung, Proof und eine durchdachte Customer Journey an Bedeutung.
Kaufen Menschen 2026 weniger Online-Angebote?
Pauschal lässt sich nicht sagen, dass Menschen grundsätzlich weniger kaufen. Kaufentscheidungen werden jedoch selektiver. Kunden wollen besser verstehen, warum ein Angebot relevant ist, warum sie der Anbieterin vertrauen können und welche Ergebnisse realistisch sind. Deshalb kann sich Verkaufen schwieriger anfühlen, obwohl weiterhin Nachfrage vorhanden ist.
Brauche ich eine Personal Brand, um online zu verkaufen?
Nicht jedes Geschäftsmodell braucht eine klassische Personal Brand. Für Coaches, Beraterinnen, Expertinnen und andere personengetriebene Unternehmen kann eine erkennbare Personenmarke jedoch einen großen Wettbewerbsvorteil darstellen. Entscheidend ist nicht, möglichst viel Privates zu zeigen, sondern Expertise, Haltung, Persönlichkeit, Werte und Erfahrungen sichtbar zu machen.
Was ist eine Embodied Brand?
Eine Embodied Brand oder verkörperte Marke entsteht, wenn eine Unternehmerin ihre Werte und Positionierung nicht nur kommuniziert, sondern durch ihr Verhalten, ihre Entscheidungen, ihre Standards und ihre Arbeitsweise sichtbar lebt. Dadurch entsteht zusätzliche Glaubwürdigkeit und die Marke wird weniger austauschbar.
Welche Rolle spielt KI beim Verkaufen im Online-Business?
KI macht Wissen, Recherche und Contentproduktion schneller zugänglich. Dadurch verliert reine Information als Differenzierungsmerkmal an Bedeutung. Gleichzeitig werden menschliches Urteilsvermögen, Erfahrung, Persönlichkeit, Vertrauen, eigene Methoden und individuelle Einordnung wichtiger.
Muss ich 2026 mehr Content produzieren?
Nicht zwangsläufig. Mehr Touchpoints innerhalb einer Customer Journey bedeuten nicht automatisch mehr Social-Media-Posts. Entscheidend ist, unterschiedliche Kontaktpunkte sinnvoll miteinander zu verbinden. Instagram kann Aufmerksamkeit erzeugen, während Podcast, Blog, Newsletter, Testimonials, Website und Salespage andere Aufgaben innerhalb der Kaufentscheidung übernehmen.
Reicht Instagram noch aus, um ein Online-Business aufzubauen?
Instagram kann weiterhin ein starker Kanal für Aufmerksamkeit, Markenaufbau und Community sein. Ein langfristig stabiles Unternehmen sollte jedoch nicht vollständig von einer einzelnen Plattform abhängig sein. Eine breitere Customer Journey über Website, Newsletter, Podcast, Blog oder andere eigene Kanäle kann Vertrauen aufbauen und das Geschäftsmodell stabiler machen.
Ist E-Mail-Marketing 2026 noch sinnvoll?
Ja. E-Mail bleibt ein wichtiger Kanal für Beziehungsaufbau, Lead-Nurturing und Verkauf. Anders als bei Social Media können Unternehmen ihre Kontakte dort wiederholt und unabhängig von der organischen Reichweite einzelner Plattformen erreichen. Entscheidend ist jedoch auch hier die Qualität und Relevanz der Kommunikation statt bloßer Versandfrequenz.





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